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June 3, 2017

Ulbricht selbst behauptete, er habe "Silk Road" nur als "ökonomisches Experiment" gestartet und dann in andere Hände weitergegeben. Allerdings hatten die Ermittler besonderen Wert darauf gelegt, ihn mitten in einem Online-Chat festzunehmen, den er als "Dread Pirate Roberts" führte. Es war eine filmreife Aktion. Die Beamten folgten Ulbricht in eine Bibliothek, in der er das WLAN nutzte, um mit einem Undercover-Agenten zu kommunizieren. Ein Paar inszenierte hinter ihm einen Streit. Als Ulbricht deswegen kurz vom Bildschirm hochschaute, schubste einer der Beamten das Notebook weg, bevor er es schließen oder sperren konnte.Der Computer, den die Ermittler Ulbricht buchstäblich unter den Fingern wegrissen, half der Anklage, Geschworene und Gericht davon zu überzeugen, dass Ulbricht in Wirklichkeit die ganze Zeit hinter "Silk Road" steckte. Sie fanden dort ausführliche Chat-Protokolle im Namen von "Dread Pirate Roberts" vor - und die Ereignisse in dessen Leben wie etwa Erkrankungen oder Reisen fielen mit denen in Ulbrichts Alltag zusammen. An einer Stelle schrieb er zudem einem Vertrauten, er habe mehreren Mitwissern zur Sicherheit die Lüge aufgetischt, dass er die Kontrolle über "Silk Road" abgegeben habe.

Ulbricht soll auch versucht haben, mehrere Morde in Auftrag zu geben. Er scheint dabei zwar auf einen Trick hereingefallen zu sein, bei dem sich zunächst ein angeblicher Erpresser bei ihm meldete - und dann ein vermeintlicher Killer, der anbot, diesen auszuschalten. Richterin Katherine Forrest berücksichtigte bei ihrem Urteil aber, dass Ulbricht willig auf dieses Angebot angesprungen sei, auch wenn danach keine Hinweise auf tatsächliche Morde gefunden worden seien."Silk Road" agierte im sogenannten "Deep Web" oder "Darknet" hinter einem Schutzwall von Anonymisierungs-Servern, mit denen die Identität von Käufern und Verkäufern geheimbleiben sollte. Die Zahlungen per Bitcoin sollten ebenfalls dafür sorgen, dass die Geldströme nicht nachverfolgbar wären. Nach wie vor ist unklar, wie genau die Ermittler auf Ulbricht als die Person hinter "Dread Pirate Roberts" kamen. Die Erklärung, dass er ganz zu Beginn eine Spur mit einer E-Mail-Adresse hinterlassen habe, zweifelten einige Prozessbeobachter an.Die Mindeststrafe lag bei 20 Jahren. Ulbricht hatte das Gericht noch vergangene Woche in einem Brief ersucht, ihn nicht lebenslang hinter Gitter zu stecken, weil er seine Fehler eingesehen habe. Er habe sich verändert, und bitte, ihm wenigstens eine Aussicht auf einen Lebensabend in Freiheit zu lassen. Richterin Forrest ließ sich jedoch nicht erweichen. Ulbricht habe sich mit "Silk Road" bewusst über das Gesetz stellen wollen und müsse nun die Konsequenzen tragen. Vor der Verkündung der Strafe traten im Gericht auch Eltern mehrerer "Silk Road"-Kunden auf, die an Drogen-Überdosis gestorben waren. Der Vater eines 25-Jährigen sagte, er sei überzeugt, dass sein Sohn ohne "Silk Road" am Leben geblieben wäre.

Düsseldorf (dpa/tmn) - Kleine Namensverwirrung bei Sony Mobile: Der Nachfolger des Xperia Z3 wird in Europa Anfang Juli als Z3+ in den Handel kommen. Dabei handelt es sich um das gleiche Telefon, das die Japaner vor nicht allzu langer Zeit noch als Xperia Z4 für den asiatischen Markt vorgestellt haben.Eine komplette Neuentwicklung scheint das wasserfeste Smartphone allerdings nicht zu sein. Rein optisch sieht es dem Vorgänger aus der Distanz zum Verwechseln ähnlich. Auch Displaygröße und Auflösung (Full-HD mit 5,2 Zoll Diagonale) sind unverändert. Allerdings ist das Gerät etwas dünner und leichter geworden und misst nun nur noch 6,9 Millimeter in der Tiefe bei 144 Gramm Gewicht. Das teils lästige Öffnen von Abdeckungen zum Anschluss des Ladesteckers ist mit dem neuen Modell Geschichte: Der USB-Anschluss liegt nun frei, ist aber trotzdem gegen eindringendes Wasser abgedichtet.Auch im Inneren gibt es einige Neuigkeiten. Wie beim Vorgänger hat die Kamera eine Auflösung von 20,7 Megapixeln, 4K-Videofunktion und 25-Millimeter-Weitwinkellinse. Allerdings wurde die Frontkamera selfietauglich gemacht. Sie löst nun fünf Megapixel auf und verfügt über eine Bildstabilisierung und eine Weitwinkellinse. Weiter kommen ein 64-Bit-Prozessor mit acht Kernen, 32 Gigabyte (GB) Speicher und 3 GB Arbeitsspeicher zum Einsatz. Der nun etwas kleinere Akku (2900 statt 3200 Milliamperestunden Kapazität) verfügt über eine Schnellladefunktion. Der Preis soll nach Unternehmensangaben bei rund 700 Euro liegen.

Eingebauter Medienserver, 4K-Auflösung, WLAN, Bluetooth, GPS und ein stabiles Gehäuse - das sind die Leistungsdaten von TomToms Actioncam Bandit. Die Extremkamera für rund 430 Euro soll die Bearbeitung von Videos schon auf der Kamera ermöglichen. Dafür sorgen Sensoren in der Kamera und eine koppelbare Smartphone-App. Unter anderem soll es möglich sein, durch Schütteln des Telefons bei der Videosichtung spannende Sequenzen direkt auszukoppeln. Einzelbildaufnahmen sind mit bis zu 16 Megapixeln Auflösung möglich. Die wasserfeste Kamera ist mit einem Stahlringhalterungssystem einfach auf Helme zu montieren.Der BT6000 von Philips wird per Bluetooth mit der Klangquelle verbunden und strahlt den Ton in einem Winkel von 360 Grad ab. NFC-fähige Smartphones können per Berührung gekoppelt werden. Der Lautsprecher von der Größe einer Halbliterdose ist einigermaßen wasserfest und hält stehend oder liegend bis zu acht Stunden durch. Das Smartphone oder Tablet kann dabei bis zu zehn Meter von der Box entfernt sein. Ein eingebautes Mikrofon erlaubt auch die Nutzung als Freisprecheinrichtung für Telefonanrufe, außerdem gibt es einen 3,5-Millimeter-Eingang für Klangquellen ohne Bluetooth. Der BT6000 kostet rund 100 Euro.Immer mehr klassische Uhrenhersteller bringen eigene Smartwatches heraus. Nun gibt es auch vom Modelabel Kenneth Cole eine Uhr mit Smartphones-Anbindung. Die an eine Digitaluhr der 1990er Jahre erinnernde Uhr hat ein Punktmatrix-Display und vier Bedienknöpfe. Über Bluetooth und eine Smartphone-App nimmt sie Kontakt zum Telefon auf und kann Benachrichtigungen weiterreichen oder Telefonfunktionen wie die Kamera oder den Musikspieler fernbedienen. Die Kenneth Cole Connect gibt es in diversen Designs mit unterschiedlichen Armbändern für Männer und Frauen ab rund 160 Euro.

Klinke war gestern. Teufels 2.1-Soundsystem Concept C für Computer wird per USB an den Rechner angeschlossen. Im 200-Millimeter-Subwoofer steckt eine Soundkarte, die das Tonsignal noch einmal aufbereitet, bevor es an die beiden 25 Watt starken Satelliten weitergeschickt wird. Über eine drahtlose Fernbedienung wird die Lautstärke geregelt. Per Bluetooth können sich außerdem Smartphones und Tablets mit dem Concept C verbinden und per aptX-Codec verlustfrei Musik streamen. Ganz günstig ist der Spaß allerdings nicht: Das Concept C kostet rund 300 Euro.Brauns Jumper II ist eine Actioncam für Einsteiger. Sie ist nur wenig größer als eine Streichholzschachtel, hat ein Weitwinkelobjektiv und bis zu 32 Gigabyte Speicher. Ein kleiner Wermutstropfen: Full-HD (1080p) filmt die Jumper II nur mit 20 Bildern pro Sekunde, 720p dagegen mit 30 Bildern. Im Lieferumfang ist diverses Zubehör enthalten. Darunter sind ein Unterwassergehäuse und Befestigungen für Fahrradlenker und -helm. Brauns Jumper II kostet rund 80 Euro.UKW, DAB+, Webradio und Spotify integriert Grundig beim Cosmopolit 4 Web DAB+ in einem Gerät. Der Radioempfänger mit Internetanschluss empfängt über die Antenne UKW- und Digitalfunk, per WLAN kann es außerdem auf zahlreiche Webradiodienste und den Streamingdienst Spotify zugreifen. Per DLNA lässt sich außerdem Musik von Smartphones und Tablets streamen, per USB können auch MP3-Dateien von Sticks und Festplatten abgespielt werden. Dazu gibt es noch eine Weckfunktion. Kosten: rund 220 Euro.

Das neue Zenbook Pro UX501JW richtet sich an Nutzer, die auch unterwegs hohe Leistung brauchen. Im Inneren steckt Intels Core-i7-Prozessor, 16 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher, ein 128 GB großer Chipspeicher mit angeschlossener 1000 GB Festplatte. Nvidias Geforce GTX 960M erledigt die grafischen Berechnungen. Das 15,6 Zoll große IPS-Display hat eine Auflösung von 3840 zu 2160 Pixeln (4K). Hersteller Asus verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu sechs Stunden. Ganz leicht ist das Zenbook allerdings nicht. Mit seinem Aluminiumgehäuse wiegt das Windows-8.1-Gerät knapp 2,3 Kilo. Der Preis liegt bei rund 1600 Euro.Berlin (dpa/tmn) - Der chinesische Smartphone-Hersteller Oppo setzt bei seinen beiden neuen Oberklasse-Geräten ganz auf Metallgehäuse aus einem Guss. Sowohl das R7 mit Fünf-Zoll-Display als auch das sechs Zoll große R7 Plus stecken in einem polierten Gehäuse aus Aluminium-Magnesium-Legierung mit abgerundeten Ecken.Beide Bildschirme sind leicht gebogen, lösen mit Full HD auf und sind mit AMOLED-Panels bestückt. Gemein sind den beiden LTE-Handys auch der Achtkernprozessor Snapdragon 615 (1,5 Gigahertz), 3 Gigabyte (GB) RAM sowie eine 8-Megapixel-Kamera an der Front und die 13-Megapixel-Hauptkamera mit HDR-Unterstützung auf der Rückseite.

Bei der Hauptkamera hat das R7 Plus dem R7 einen Dual-LED-Blitz, einen Laser-Autofokus sowie einen Bildstabilisator voraus. Es kommt im Gegensatz zur kleineren Ausgabe außerdem mit Fingerabdrucksensor und schnellerem ac- statt nur n-WLAN. Außerdem ist die Akku-Kapazität des Plus-Smartphones mit 4100 Milliamperestunden (mAh) größer bemessen als beim kleinen Modell mit 2320 mAh. Beide Batterien sind nicht wechselbar, der Hersteller verspricht aber eine Schnellladefunktion mit dem mitgelieferten Netzteil.Die beiden Dual-SIM-Geräte sind bereits im europäischen Online-Shop des Herstellers aufgeführt - allerdings noch ohne Preis. In China werden 2500 Renminbi (rund 363 Euro) für das 147 Gramm schwere und 6,3 Millimeter dicke R7 mit 16 GB Speicher und Android 4.4 fällig. Das R7 Plus (192 Gramm und 7,8 Millimeter) mit 32 GB und Android 5.1 schlägt mit 3000 Renminbi (rund 436 Euro) zu Buche. Käufer können jeweils zwischen den Farben Gold und Silber wählen.Berlin (dpa/tmn) - Ob beim Berganfahren oder auf dem täglichen Weg zur Arbeit: Der Extraschub des Elektroantriebs von Pedelecs macht Radlern das Leben leichter. Bei der Antriebsart haben E-Biker die Qual der Wahl. Handling und Traktion des Fahrrads können je nach Motorposition stark variieren.

Grundsätzlich gilt: Pedelec-Motoren leisten in der Regel 250 Watt - zusätzlich zur Muskelkraft des Fahrers. Damit kommt man problemlos jeden Berg hoch, sagt René Filippek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC): "Radfahrer schaffen im Schnitt 100 Watt." Das entspricht 40 Prozent der maximalen Elektropower.Pedelec-Käufern stehen drei Antriebsvarianten zur Verfügung: Der Motor kann entweder am Vorderrad, Rahmen oder Hinterrad verbaut sein. Jede Variante bietet Vor- und Nachteile. Vor dem Kauf ist es daher sinnvoll, alle Möglichkeiten zu testen, um das passende Modell zu finden, rät Anja Smetanin vom Verkehrsclub Deutschland (VCD).Wird ein Pedelec direkt über die Nabe angetrieben, ist der Motor entweder im Vorder- oder Hinterrad montiert - ohne Getriebe. Das macht Nabenmotoren sehr leise, sagt Filippek. Dafür können sie bei hoher Belastung überhitzen: "Der Motor schaltet sich dann erstmal ab." Das kann auf längeren Berganstiegen passieren.Laut Heiko Truppel vom Pressedienst Fahrrad (pd-f) ist der Antrieb in der Hinterradnabe verbreiteter. Vor allem City- und Touren-Pedelecs bekommen die Power oft von dort. Probleme kann beim Hinterantrieb die Gewichtsverteilung machen. Weil häufig der Akku auf dem Gepäckträger untergebracht ist, drücken dann sieben bis zehn Kilo extra auf den Hinterreifen, der dadurch schneller verschleißen kann.

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